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Deutschland & Welt

Lokführer-Streik sorgt weiter bundesweit für Zugausfälle


Foto: Signalleuchte bei der Bahn, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der von der Lokführergewerkschaft GDL angekündigte 48-stündige Streik im Personenverkehr der Deutschen Bahn sorgt auch am Donnerstag bundesweit für Zugausfälle. Das am Mittwoch erreichte Niveau sei auch für den zweiten Streiktag geplant, teilte die Bahn mit.

Demnach waren am Vortag im Fernverkehr rund 25 Prozent der Züge unterwegs, während bei DB Regio etwa 40 Prozent der Züge verkehrten, wenn auch mit starken regionalen Unterschieden. Fahrgäste müssten weiterhin mit starken Beeinträchtigungen rechnen, so das Unternehmen. Man gehe davon aus, dass die verkehrenden Züge auch am Donnerstag zum Teil sehr stark besetzt sein werden. Es könne zudem weiterhin nicht garantiert werden, dass alle Reisenden wie gewünscht an ihr Ziel kommen.

Alle bereits gebuchten Fahrkarten des Fernverkehrs für Strecken, die bis einschließlich 13. August vom GDL-Streik betroffen sind, sollen ihre Gültigkeit behalten. Sie können nach Angaben der Bahn bis einschließlich 20. August flexibel genutzt werden. Die Zugbindung bei „Sparpreisen“ und „Super-Sparpreisen“ bleibt aufgehoben. Für die Weiterfahrt können demnach auch andere Züge genutzt werden.

Zudem könnten Fahrkarten kostenfrei erstattet werden, teilte der Konzern mit. Die GDL hatte den Streik am Dienstagvormittag kurzfristig angekündigt. Im Güterverkehr begannen die Arbeitskampfmaßnahmen bereits am Dienstagabend. Die Bestreikung des gesamten Personenverkehrs und der Infrastruktur soll noch bis Freitag um 2 Uhr andauern.

Im Tarifkonflikt fordert die GDL Lohnerhöhungen von rund 3,2 Prozent und eine einmalige Sonderzahlung in Höhe von 600 Euro. Bisher wurden vier Verhandlungsrunden geführt.

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